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Vorwort zum Jahresbericht 2024

Hendrik Clöer, Vorstand des Caritasverbandes Wetzlar/Lahn-Dill-Eder e.V.

Liebe Leserinnen und Leser,

2024 war für unseren Verband ein Jahr voller Bewegung: Unser erfolgreich gemeisterter Umzug, der Neustart des KleiderTREFFs, der Beginn der neuen Arbeitgebermarketingkampagne, das Jubiläum unserer Anzieh-Ecke oder das traditionelle Familienfest im Westend sind einige Beispiele für das, was uns im vergangenen Jahr sprichwörtlich “bewegte". Mehr zum Thema mit Link zur Seite: 'Liebe Leserinnen und Leser,'

2024 in der Gemeinwesenarbeit

Familien bepflanzen hölzerne Hochbeete in einem Park mit Gemüsepflanzen; einige halten Gießkannen, einige sind im Gespräch.

Rückblick 2024: Höhepunkte der Gemeinwesenarbeit

Das Jahr in unseren Diensten und Einrichtungen in der Gemeinwesenarbeit Mehr zum Thema mit Link zur Seite: 'Rückblick 2024: Höhepunkte der Gemeinwesenarbeit'

Berichte aus der Gemeinwesenarbeit

2024 im Caritashaus

Das Caritashaus ist eine Anlaufstelle für wohnungslose Menschen mit einem integrierten Angebot, bestehend aus Tagesaufenthaltsstätte, Ambulanter Fachberatung, Wohnheim mit dezentralem stationärem Wohnen und Betreutes Wohnen. Des Weiteren gibt es als Außenstelle die Übernachtungseinrichtung für Durchwanderer, die Koordinationsstelle für Menschen ohne festen Wohnsitz, die sich um die Weitervermittlung in den Notunterkünften kümmert, sowie seit 01.07.2024 das Streetworkprojekt in Kooperation mit der Suchthilfe Wetzlar.

Übernachtungseinrichtung

Die Übernachtungseinrichtung bietet bis zu zwölf alleinstehenden wohnungslosen Männern und Frauen eine kurzfristige Unterkunft. Neben einer Schlafgelegenheit umfasst das Angebot Grundversorgung in Form von Duschen, Wasch- und Kochmöglichkeiten, Waschmaschine/ Trockner, Freizeitgestaltung (TV, Radio, Spiele) sowie medizinisch-pflegerische Versorgung via Caritas‑Sozialstation. Selbstbestimmung und Mitverantwortung der Gäste sind zentrale Prinzipien.

Im Jahresbericht 2024 verzeichnete die Einrichtung 2.170 Übernachtungen (2023: 2.246), was einem Mittel von 5,9 Gästen pro Nacht entspricht. Rund 21 % aller Übernachtungen entfielen auf Frauen (Anstieg gegenüber 2023). Insgesamt nutzten 209 Personen das Angebot, davon 84 erstmals. Die 2023 realisierte Personalerweiterung ermöglichte eine niedrigschwelligere Betreuung und trug zur anhaltend hohen Auslastung sowie längeren Verweildauern bei.

Tagesaufenthaltsstätte 

Die Tagesaufenthaltsstätte des Caritashauses ist eine Anlaufstelle für Menschen ohne festen Wohnsitz. 2024 verzeichnete sie insgesamt 9.691 Besuche, davon 8.643 von externen Gästen (inkl. 1.681 Frauen) und 1.048 Besuche durch Bewohner. Der anhaltende Anstieg der Besucherzahlen ist einerseits bedingt durch wachsende Armut und Wohnungsnot sowie längere Verweildauern in Tages- und Behelfseinrichtungen, andererseits durch die Einführung neuer Angebote. Auffällig ist der höhere Anteil weiblicher Besucher.

Bewährt haben sich insbesondere Friseurangebot, ärztliche Sprechstunde sowie regelmäßige Feste und Feiern (u. a. großzügiges Weihnachtsessen, organisiert von Bosch). Die Tagesstätte ermöglicht zudem Teilhabe und Krisenbewältigung durch Basis‑ und Zusatzleistungen:  Es stehen u.a. warme und kalte Getränke, Zeitungen, Fernsehen und Internet zur Verfügung. In der voll ausgestatteten Küche können Gäste selbstständig warme Mahlzeiten zubereiten. Für die Körperhygiene gibt es eine Dusche sowie Waschmaschine und Trockner, und in der Kleiderkammer werden kostenlos gespendete Kleidungsstücke ausgegeben. Zusätzlich bieten Internetzugang, Fahrradständer, ein Hundezwinger und eine überdachte "Raucherecke" weitere Annehmlichkeiten.

Ambulante Fachberatung

Die Ambulante Fachberatung verzeichnete 2024 erneut eine sehr hohe, vielfältige und zeitaufwändige Nachfrage. Insgesamt nahmen 295 Personen das Angebot wahr, davon 186 ohne festen Wohnsitz. Besonders besorgniserregend ist der Anstieg junger Obdachloser: 45 Ratsuchende unter 21 Jahren suchten Hilfe bei Wohnungslosigkeit oder drohendem Wohn­raumverlust. Insgesamt wurden 4.469 Beratungsgespräche geführt (1.987 mit Männern, 953 mit Frauen), davon 1.466 telefonisch. Pro Klient*in ergaben sich im Schnitt 15,1 Gespräche. Thematische Schwerpunkte waren Lebensberatung, Gesundheit, Wohnen, Finanzen, Behörden­angelegenheiten, praktische Hilfen, Arbeit und Vermittlung an Fachdienste.

Die medizinische Versorgung bleibt problematisch: Obdachlose haben kaum Zugang zu ambulanter Versorgung, Notfallbehandlungen enden oft ohne Anschlussversorgung, was zu wiederholten Klinikaufenthalten und teils irreparablen Gesundheitsschäden führt. Auch bürokratische Hürden bei Pflegebedürftigkeitsprüfungen erschweren notwendige Unterstützungen.

Wohnheim

Das Wohnheim des Caritashauses bietet nach § 67 SGB XII insgesamt 14 stationäre Einzelzimmer in der Braunfelser Straße sowie vier Plätze im dezentralen Haus Noah (ausschließlich für Männer). Ziel ist die Begleitung und Stabilisierung von Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten (z. B. Wohnungslosigkeit, Sucht, psychische Erkrankungen).

Im Berichtszeitraum nutzten 26 Personen das stationäre Angebot, davon fünf im Haus Noah. Es gab sieben Neuaufnahmen und sieben Entlassungen, von denen drei in eine eigene Wohnung ziehen konnten. Häufige Zugangswege waren die Ambulante Fachberatung und die Übernachtungseinrichtung.

Haus Noah ermöglicht den Bewohnern ein selbstständiges Leben im sozialen Umfeld: Eigenverantwortliches Handeln (z. B. Mülltonnen rausstellen, Gehwege kehren), uneingeschränkte Nutzung von Gemeinschaftsräumen (Waschmaschine, Fitness- und Werkraum) und tägliche pädagogische Begleitung. Regelmäßige Versammlungen fördern Partizipation; bei Bedarf organisieren Fachkräfte weiterführende Hilfen.

Tagesstrukturierende Maßnahmen in beiden Einrichtungen umfassen Garten­pflege, Hausmeister- und hauswirtschaftliche Tätigkeiten, die neben sichtbaren Ergebnissen vor allem Alltagssicherheit, Belastbarkeit und Eigenverantwortung stärken. Besondere Freizeit‑ und Teilhabeangebote (z. B. Schwimmbad, Ausflüge, Kochgruppe, Kreativ‑ und Werkstattraum) erweitern den sozialen Bezugsrahmen und fördern lebenspraktische Fähigkeiten.

Kooperationen mit LWV, Jobcenter Lahn‑Dill, Sozialamt Wetzlar, Kultur‑Ticket Verein und privaten Vermietern unterstützen individuelle Betreuungs‑ und Vermittlungsprozesse - von der beruflichen Perspektive bis zum Zugang zu kulturellen Angeboten und Wohnraum.

Ambulant Betreutes Wohnen

Das Ambulant Betreute Wohnen (§ 67 SGB XII) begleitet Klient*innen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten beim - meist erstmaligen - Einzug in eine eigene Wohnung oder nach dem Auszug aus dem Wohnheim. 2024 wurden insgesamt 18 Personen betreut (14 Männer, 4 Frauen; Alter 18-69 Jahre).

Zum Leistungsangebot zählen die Unterstützung bei der Antragstellung für ALG II, Rundfunkgebührenbefreiung, Schwerbehindertenausweise, Renten- und Grundsicherung, begleitet von Schuldnerberatung und Gläubigerbegleitung. Ebenso umfasst das Angebot Hilfestellung im Kontakt mit dem Jobcenter und bei der Einrichtung eines Bankkontos, Krisenintervention sowie bei Bedarf die Einleitung gesetzlicher Betreuungsverfahren. Auch die Begleitung zu Bewährungs‑ und Gerichtsterminen oder zum Gerichtsvollzieher durch die Sozialarbeiter*innen ist möglich. Ergänzend motivieren und unterstützen sie zu einer gesundheitsfördernden Lebensweise und stehen bei der Wohnungssuche zur Seite. Die Hilfe basiert auf einem gemeinsam erstellten Hilfeplan; die Wohnverhältnisse bleiben unabhängig vom Betreuungsverhältnis bestehen. Zentrales Ziel ist, durch enge Kooperation mit Wohnungsgebern und vertrauensvolle Klient*innen‑Beziehungen stabile, konfliktfreie Mietverhältnisse zu sichern und langfristige Selbstständigkeit zu ermöglichen.

Koordinationsstelle für Menschen ohne festen Wohnsitz

Die Koordinationsstelle für Menschen ohne festen Wohnsitz wurde am 1. Juli 2023 in Kooperation mit der Stadt Wetzlar eingerichtet, um Wohnungslose zu vernetzen, Vermittlungs­hemmnisse abzubauen und schnellstmöglich Meldeanschriften und adäquate Unterbringungs- oder Zwischenlösungen (Notunterkunft, zwei Pensionen, Wohnungsmarkt) zu erschließen. Ein zentrales Element ist das Konzept "Probewohnen", bei dem die Stadt Mietwohnungen zunächst auf Probe überlässt und nach einer Bewährungszeit an die Betroffenen überträgt.

Im Jahr 2024 konnte die Koordinationsstelle zum ersten Mal zwei Probewohnungen bereitstellen und deren Konzept erfolgreich erproben. Insgesamt fanden 21 Menschen über die Koordinationsstelle in einen festen Wohnsitz: Eine Frau zog in eine städtische Notwohnung, sechs Männer fanden dauerhaften Platz in Pensionen, zehn Männer und zwei Frauen bezogen eigene Wohnungen, und zwei Männer wurden dauerhaft über das Probewohnen vermittelt. Damit leistet die Stelle einen entscheidenden Beitrag, um Menschen ohne Wohnsitz Meldeanschrift, Zugang zu Arbeit, Gesundheitsversorgung und Sozialleistungen zu ermöglichen und langfristig echte Mietverhältnisse zu etablieren.

Projekt Streetwork

Das Projekt Streetwork in Wetzlar startete zum 01.07.2024 in Kooperation von Caritasverband Wetzlar / Lahn‑Dill‑Eder e. V. und Suchthilfe Wetzlar e. V. Es richtet sich an Menschen der Sucht‑ und Obdachlosenszene, die reguläre Beratungsangebote nicht nutzen können. Seit dem August 2024 ist werktags ein Zweierteam jeweils drei Stunden aufsuchend in Wetzlar aktiv.

Im ersten Halbjahr 2024 wurden insgesamt 1.278 Personen gesichtet, von denen 739 kontaktiert wurden (darunter 571 Männer und 168 Frauen). In den aufgebauten Gesprächen standen vor allem der Suchtmittelkonsum (173 Nennungen) sowie die prekäre Wohnungssituation (154) im Vordergrund. Weitere häufige Themen waren die finanzielle Lage (101 Nennungen), gesundheitliche Probleme (89) und das soziale Umfeld (82).Der Fokus lag auf Kontaktaufbau und Beziehungsarbeit, um passgenaue Hilfen anzubieten und Zugangsbarrieren zu regulären Hilfesystemen abzubauen.

 

Firmlinge zu Gast in der Anzieh-Ecke

Auch in diesem Jahr setzten die Firmlinge der Katholischen Pfarrei Unsere Liebe Frau Wetzlar eine schöne Tradition fort und besuchten gemeinsam mit Pastoralreferentin Ann-Kathrin Herbel die Caritas Anzieh-Ecke in Wetzlar.

Da Nachhaltigkeit eines der zentralen Themen im Firmunterricht ist, nutzte die Gruppe die Gelegenheit, sich in der Caritas Anzieh-Ecke umfassend darüber zu informieren. Tilly Jäckel und Gabi Geppert, beide engagierte Mitglieder des Teams der ehrenamtlichen Helfer*innen, erläuterten den Jugendlichen die Abläufe rund um die Verwendung, Sortierung und den Verkauf von Kleiderspenden. Zusätzlich gaben sie einen kleinen Einblick in die Geschichte der Anzieh-Ecke und erklärten die Besonderheiten hin, die damit verbunden sind, gebrauchte Kleidung fit für den Verkauf zu machen.

Im Anschluss hatte die Gruppe die Möglichkeit, selbst in der Anzieh-Ecke zu stöbern: Dabei in einen Anzug zu schlüpfen oder ein ungewöhnliches Kleid anzuprobieren, bereitete den Firmlingen besonders viel Spaß. Dabei entdeckten sie nicht nur schöne Kleidungsstücke für ihre eigenen Kleiderschränke, sondern auch tolle Outfits für die bevorstehende Mottowoche an ihrer Schule.

Ein besonderer Dank gilt dem ehrenamtlichen Team der Anzieh-Ecke, das die Firmlinge an diesem Tag mit zahlreichen Informationen, wertvollen Tipps zur Kleiderwahl und einer großen Portion guter Laune unterstützte.

Für weitere Informationen steht Alexandra Lazar unter der Telefonnummer 06441/9026-221 zur Verfügung. Die Caritas Anzieh-Ecke heißt alle Interessierten herzlich willkommen - sei es zum Stöbern, Mithelfen oder zum Abgeben gut erhaltener Kleidung.

Ein Jahr KleiderTREFF: Bilanz 2024

2024 war für den KleiderTREFF ein Jahr voller Herausforderungen - und voller Zeichen der Solidarität. Anfang des Jahres waren viele Angebote aufgrund der ausstehenden Finanzierung der Koordinationsstelle noch nicht am Start. Doch dank der Unterstützung der katholischen Pfarrei blieb der Laden des KleiderTREFFs weiterhin geöffnet. Mitte des Jahres gelang es dann, eine hauptamtliche Stelle erneut zu finanzieren. Das Ergebnis: Ab August starteten die Projekte neu und der KleiderTREFF wurde rasch wieder zum lebendigen Treffpunkt für Menschen verschiedener Herkunft und Generationen.

Der Ladenbetrieb wurde dabei von etwa 15 Ehrenamtlichen aus sechs Nationen getragen und der KleiderTREFF öffnete 2024 regelmäßig dreimal pro Woche.

Höhepunkte im vergangenen Jahr

  • Wiederaufnahme zahlreicher Angebote: Lernhilfe "Du kannst das", Alltagstrainer für Frauen, KochTREFF, CaféTREFF, SpielTREFF und BewerbungsTREFF erhielten nach dem Neustart regen Zulauf. Die Lernhilfe begleitete zeitweise 49 Kinder, die Schulstartaktion versorgte 200 Kinder mit Material.

  • Begegnung & Integration: Der Mitmach-Garten wurde, unterstützt durch eine Spende der Rittal Foundation, zu einem Ort des gemeinsamen Gärtnerns, Spielens und Lernens. Die monatlichen SpielTREFF-Aktionen erreichten 80-150 Kinder; die Indoorspielplatz-Aktion im Dezember zog fast 300 Kinder an.

  • Kulturelle Vernetzung: Die Wanderausstellung "Vom Flüchtling zum Nachbarn" erzählte persönliche Lebenswege von Geflüchteten und war an Schulen und in Gemeinden der Region zu sehen. Die Aktion "Aus den Töpfen dieser Welt" brachte an mehreren Donnerstagen 60-100 Gäste zusammen und förderte interkulturelle Begegnung über das verbindende Element gemeinsamer Mahlzeiten.

  • Soziale Hilfe vor Ort: Die wöchentliche offene Beratung unterstützte im Schnitt 20-30 Menschen pro Termin und unterstützte dabei Ratsuchende bei Fragen zu Aufenthalt, Arbeit, Wohnen und Formularen.

  • Feiern und Solidarität zur Adventszeit: Die Nikolausaktion verteilte 300 Päckchen, die Wunschzettel-Aktion "WeihnachtsFREUDE teilen" realisierte rund 250 Kinderwünsche — mit Unterstützung lokaler Geschäfte, der Sparkasse und des Lions Club.

Viele Projekte leben von Drittmitteln, Spenden und dem Engagement lokaler Partner. Aus diesem Grund sichert jede Spende, jede Stunde Ehrenamt und jede Kooperation Bildung, Beratung und Gemeinschaft und macht den KleiderTREFF zu dem, was er ist: ein Ort, an dem Menschen gesehen, gestärkt und miteinander verbunden werden.

 

„Uns schickt der Himmel“

Unter dem Motto "Uns schickt der Himmel" veranstalteten der BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend) und seine Verbände eine deutschlandweite Sozialaktion. Alle zwei Jahre werden Jugendliche und junge Erwachsene im Rahmen der Aktion dazu aufgerufen, innerhalb von 72 Stunden unterschiedliche soziale, ökologische und kulturelle Projekte umzusetzen. Die Teilnehmenden werden für und mit anderen dort tätig, wo sie auch sonst im Alltag unterwegs sind. 

Junge Menschen in grünen T-Shirts winken motiviert in die Kamera

Für den Caritasverband Wetzlar/Lahn-Dill-Eder e.V. waren am vergangenen Wochenende der Naturkindergarten am Kirschenwäldchen (Wetzlar) und der KleiderTREFF Dillenburg mit am Start. Da die Freiluft-Saison vor der Tür steht, plante der Naturkindergarten, gemeinsam mit Erzieher*innen, Eltern und Kinder, kleinere Bauprojekte im Außenbereich umzusetzen - daraus entstanden u.a. eine neue Garderobe und ein Barfußpfad für die praktische Sinnesförderung. 

In Dillenburg wurde das ehemalige Außengelände der KiTa der Pfarrei Zum Guten Hirten an der Dill in ein neues Begegnungs- und Spielgelände umgewandelt, der künftig allen Dillenburger Bürgerinnen und Bürgern offenstehen soll. KleiderTREFF und CariChange der Caritas Wetzlar beteiligten sich für die Aktion mit der Anlage eines offenen Gartens und eines Kräuterbeets. Darüber hinaus entstanden auf dem Gelände ein neuer Sandspielplatz, eine Boulderwand, eine Spielhütte, Reifenschaukeln und viele weitere Spielmöglichkeiten.

Hendrik Clöer, Vorstand des Caritasverbandes Wetzlar/Lahn-Dill-Eder e.V., Dagmar Schmidt, MdB und Rainer Reissner, Vorsitzender der Rittal Foundation waren zum Auftakt der Aktion am vergangenen Freitag vor Ort und beeindruckt, dass trotz des strömenden Regens zahlreiche Kinder, Jugendliche und Erwachsene gekommen waren, um mit anzupacken. Auch Vertreter des Dözesancaritasverbandes Limburg machten sich vergangenen Samstag auf den Weg, um die Freiwilligen und ihre einzelnen Projekte im Bistum zu besuchen.

Der Caritasverband Wetzlar/Lahn-Dill-Eder e.V. bedankt sich bei allen großen und kleinen Helfer*innen, die sich trotz des schlechten Wetters zu Beginn der Aktion nicht aus der Ruhe bringen ließen und am Wochenende gemeinsam tatkräftig mit angepackt haben!

Ein großes Dankeschön geht ebenfalls an die Unterstützer*innen der Aktion wie z.B. Manfred Wagner (OB Wetzlar, Projektpate Naturkindergarten) und Dagmar Schmidt (MdB, Projektpatin KiTa Dillenburg).



Von Kamerun zum Caritas Nachbarschaftszentrum

Interkontinentaler Austausch und Wissenstransfer über Grenzen und Konflikte hinweg: Der Besuch von vier kirchlichen Fachkräften des Bistums Kumbo (Kamerun) im Caritas Nachbarschaftszentrum Westend (NBZ) am vergangenen Freitag stand ganz im Zeichen des interkulturellen Dialogs und des wechselseitigen Austauschs von Erfahrungen. Fr. Daniel Ache (Caritasdirektor Kumbo), Fr. Reuben Mbunwe (Jugendpfarrer und Koordinator der Partnerschaft), Sr. Falie Minkou, (Koordinatorin für Gerechtigkeit und Frieden) und Jessica Kini (Leiterin der Familienarbeit) informierten sich gemeinsam mit Winfried Montz (Referent Weltkirche Bistum Limburg) dazu im Rahmen eines Scouting-Programms des Bistums über lokale Projekte und Einrichtungen der Caritas.

Sechs Menschen mit unterschiedlicher Hautfarbe stehen vor einem Gebäude für ein Gruppenbild zusammen.(V.l.n.r.): Kevin Georg (Caritasverband Wetzlar/Lahn-Dill-Eder e.V.), Fr. Reuben Mbunwe (Jugendpfarrer und Koordinator der Partnerschaft), Sr. Falie Minkou, (Koordinatorin für Gerechtigkeit und Frieden), Winfried Montz (Referent Weltkirche Bistum Limburg), Jessica Kini (Leiterin der Familienarbeit), Fr. Daniel Ache (Caritasdirektor Kumbo)Caritasverband Wetzlar/Lahn-Dill-Eder e.V.

Die Partnerschaft zwischen den Bistümern Limburg und Kumbo besteht bereits seit 36 Jahren und umfasst zahlreiche Projekte, darunter direkte Kontakte zwischen Pfarreien, Freiwilligendienste, Gebetsaktionen, Projektförderung und Dialogprogramme. Das Bistum Kumbo ist durch intensive kirchliche und soziale Arbeit geprägt: Inmitten des seit 2016 andauernden Konflikts zwischen der Zentralregierung und separatistischen Bewegungen übernimmt die Kirche nicht nur seelsorgerische, sondern auch wichtige soziale Aufgaben wie Bildung, Gesundheitsförderung und die Stärkung des sozialen Zusammenhalts.

Ziel des Besuches war es, gemeinsam mit Kevin Georg (Quartiersmanager Nachbarschaftszentrum Westend) Erfahrungen aus der Gemeinwesenarbeit zu teilen und neue Impulse für soziale Projekte zu gewinnen, um gewonnenes Know-how und Ideen in ähnliche Projekte in Kumbo einfließen zu lassen. Das Nachbarschaftszentrum, das von der Stadt Wetzlar gefördert wird, bot der Delegation die Möglichkeit, die praktische Umsetzung von Integration, dem Zusammenleben unterschiedlichster Kulturen und direkter Bürger*innenbeteiligung zu erleben. Besonders im Fokus standen dabei die Mitbestimmungsmöglichkeiten der Bewohner*innen des Quartiers und die aktive Einbindung der Gemeinschaft in die Gestaltung und Entwicklung des Zentrums.

Eine Gruppe Besucher*innen steht in einer Sporthalle auf dem Spielfeld.

"Zu den Erfolgsfaktoren des NBZ gehören die enge Zusammenarbeit mit den Bewohnerinnen und Bewohnern bei der Organisation von Festen und Aktivitäten, die offene und zugängliche Präsenz des Zentrums als Ansprechpartner für Probleme und Anliegen und die Förderung eines respektvollen Miteinanders durch gemeinsame Projekte und Veranstaltungen", hob Kevin Georg hervor.

Diese Ansätze bieten auch Inspiration für Kumbo, wo die Delegation plant, vergleichbare Modelle umzusetzen. So ist etwa die Entwicklung eines Jugendzentrums mit Sportmöglichkeiten ein zentrales Vorhaben des Bistums. Dieses soll nicht nur als geschützter Raum für Freizeitaktivitäten dienen, sondern gleichzeitig eine Brücke zwischen sportlicher, sozialer und religiöser Förderung schlagen. Ziel ist es, jungen Menschen Perspektiven zu bieten, sie in die kirchliche Gemeinschaft zu integrieren und ihr Engagement für die Gesellschaft zu stärken.

Die Delegation war unter anderem an den integrativen Aspekten interessiert, die durch die aktive Mitgestaltung und Mitbestimmung der Bewohner*innen im Westend erreicht wird. Denn gerade in der von politischen Konflikten geprägten Region Kumbo können solche Ansätze dazu beitragen, den sozialen Zusammenhalt zu stärken und ein friedliches Miteinander zu fördern. Der Besuch im Nachbarschaftszentrum Westend war somit nicht nur ein Austausch von Ideen, sondern ein Schritt in Richtung konkreter Maßnahmen, die auch unter schwierigen Bedingungen umgesetzt werden können.

Bildunterschrift: (v.l.n.r.): Kevin Georg (Caritasverband Wetzlar/Lahn-Dill-Eder e.V.), Fr. Reuben Mbunwe (Jugendpfarrer und Koordinator der Partnerschaft), Sr. Falie Minkou, (Koordinatorin für Gerechtigkeit und Frieden), Winfried Montz (Referent Weltkirche Bistum Limburg), Jessica Kini (Leiterin der Familienarbeit), Fr. Daniel Ache (Caritasdirektor Kumbo)

 

Die Caritas Anzieh-Ecke wird volljährig

Mittwochnachmittag, 15 Uhr - und vor dem Eingang der Anzieh-Ecke des Caritasverbandes Wetzlar/Lahn-Dill-Eder e.V. in der Silhöfertorstraße 7 warten bereits die ersten Kund*innen darauf, dass das Verkaufsteam die Tür öffnet. "Gerade mittwochs haben wir den größten Andrang", so Gabi Geppert, Koordinatorin der Anzieh-Ecke. Das war nicht immer so: In den Anfängen der Anzieh-Ecke kamen Kund*innen zunächst nur zögerlich - zu groß war die Hemmschwelle, gebrauchte Kleidung zu kaufen. Doch die Zeiten haben sich gewandelt: Secondhand zu kaufen, gilt mittlerweile als nachhaltiger Konsum und es liegt im Trend, Vintagemode zu shoppen, die nicht nur günstig ist, sondern sich durch Schnitt und Design von der Masse abhebt. Dadurch hat sich der Kundenkreis kontinuierlich erweitert, sodass nun Menschen jeden Alters, von Teenagern über Familien bis hin zu Senior*innen, angesprochen werden.

Ins Leben gerufen wurde die Anzieh-Ecke von der Initiative der katholischen Frauengemeinschaft Limburg/Lahn-Dill-Eder e.V. und startete zu Beginn als Frühstücksangebot für Wohnungslose. Mit der Zeit entwickelte sich aus diesem Projekt heraus das Konzept der Anzieh-Ecke. Zunächst wurde gespendete Kleidung im Keller des Caritashauses verkauft und später am heutigen Standort in der Wetzlarer Altstadt. Seit nunmehr 18 Jahren sind die ehrenamtlichen Helfer*innen der Anzieh-Ecke in Wetzlar im Einsatz, um gespendete Kleidung aller Art zu sichten, zu sortieren, zu präsentieren und zu verkaufen - und manchmal auch auszusortieren. Denn es kommt immer wieder vor, dass unbrauchbare Anziehsachen abgegeben werden, die Löcher, Flecken, kaputte Reißverschlüsse, dünne Stellen, oder ähnliches aufweisen.

Kleidung, die es in die Regale schafft, ist gut erhalten, teilweise sogar neuwertig, und findet schnell interessierte Käufer*innen. Denn vom schicken Sakko, fröhlichen Sommerkleid, kuscheligen Pulli, praktischer Outdoorbekleidung, ungewöhnlichen Designerstück, niedlichen Strampler, Tisch- und Bettwäsche und vielem mehr ist für jedes Alter, jede Lebenssituation und jeden Bedarf etwas dabei. Das eingenommene Geld nutzt der Caritasverband Wetzlar für seine vielfältigen sozialen Projekte im gesamten Lahn-Dill-Kreis.

Eine wichtige Zutat für dieses Erfolgsrezept der Anzieh-Ecke ist vor allem die bunte Mischung der ausschließlich ehrenamtlich tätigen Mitarbeitenden, die zwischen 21 und 86 Jahre alt sind und die zum Teil bereits seit der Gründung der Anzieh-Ecke mit dabei sind. Das Team besteht derzeit aus 46 engagierten Frauen und einem Mann, die gemeinsam in unterschiedlichen Gruppen den Laden betreuen. Jedes Teammitglied bringt dabei seine unterschiedlichen Interessen und Stärken in die Abläufe der Anzieh-Ecke ein.

Eine Gruppe von vorwiegend älteren Menschen, die in einem Raum beieinander stehen und in die Kamera schauen.Das Team der ehrenamtlichen Helfer*innen der Caritas Anzieh-Ecke.Caritasverband Wetzlar/Lahn-Dill-Eder e.V.

13 Verkaufsteams sind für die Beratung und den Verkauf zuständig. Die drei Räumteams sichten die gespendete Kleidung und entscheiden, was in gutem Zustand und damit für den Verkauf geeignet ist. Sie sind darüber hinaus für die Sortierung, eine durchdachte Ordnung und die passende Präsentation im Laden verantwortlich. "Unsere ehrenamtlichen Helfer*innen haben ein feines Gespür dafür, was gut geht und wie unsere Modeschätzchen am besten in Szene gesetzt werden, um Abnehmer zu finden", erklärt Gabi Geppert, die gemeinsam mit Kollegin Tilly Jäckel die Geschicke der Einrichtung lenkt.  Unterstützung erhalten sie dabei von Alexandra Lazar vom Caritasverband Wetzlar/ Lahn-Dill-Eder e.V., die das Projekt organisatorisch mit begleitet.

Das Besondere dabei: Der Laden steht allen offen. Egal ob man auf der Suche nach neuen und günstigen Teilen für den Kleiderschrank ist, sich für preiswerte Vintage-Schätzchen interessiert, sein knappes Budget bestmöglich nutzen oder nachhaltig konsumieren möchte - jede*r ist herzlich willkommen. Zwischen den Regalen findet man dabei nicht nur Kleidung für Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder, sondern auch immer Raum für einen Plausch von Mensch zu Mensch.

Mehrmals im Jahr treffen sich die Helferinnen und Helfer zu einem Ehrenamtsfrühstück, um wichtige Informationen weiterzugeben, gemeinsame Erfahrungen auszutauschen, Jubiläen zu feiern und Anliegen rund um die Anzieh-Ecke zu besprechen. Lydia Kapol, eine der Mitbegründerinnen und mit 97 Jahren die älteste aktive Unterstützerin, fasst zusammen: "Heute ist die Vielfalt im Ehrenamt das, was unsere Arbeit ausmacht. Die Arbeit in der Anzieh-Ecke hat so viele Facetten, dass jede*r, der/ die ehrenamtlich mitarbeiten möchte, sich hier wiederfinden kann."

Um das Konzept der Anzieh-Ecke auch an Jugendliche zu vermitteln, wurde vor einigen Jahren eine Kooperation mit umliegenden Kirchengemeinden ins Leben gerufen: Dabei besuchen Firmlinge aus dem Raum Wetzlar die Anzieh-Ecke und erleben hautnah, was ehrenamtliches Engagement in der Praxis bedeutet, dass ein Kleiderladen nicht nur bedürftigen Menschen offensteht und dass man hier auch als Teenager durchaus schicke Schnäppchen finden kann. Auch in diesem Jahr setzte die Firmgruppe der Katholischen Pfarrei Unsere Liebe Frau in Wetzlar mit Pastoralreferentin Ann-Kathrin Herbel diese Tradition fort. Besonders groß war der Zuspruch von Firmlingen aus St. Anna Biebertal, die von Michael Dörsam vom Nachhaltigkeitsausschuss "I.G.E.L." begleitet wurden.

Interessierte sind in der Anzieh-Ecke jederzeit herzlich willkommen - sei es zum Stöbern im Laden, zur tatkräftigen Mithilfe, beim Abgeben von gut erhaltener Kleidung oder einfach mal zum Vorbeischauen! Geöffnet ist der Laden in der Silhöfertorstraße 7 jeweils Montag, Dienstag, Mittwoch von 15 bis 17 Uhr sowie jeden ersten Samstag im Monat von 10 bis 12 Uhr! Mehr Infos zur Anzieh-Ecke gibt es bei Alexandra Lazar, Tel.: 06441/9026-221 oder alexandra.lazar@caritas-wetzlar-lde.de .

 

2024 im Bereich Soziales

Blick in eine Menschenmenge an einem sonnigen Tag; Familienfest Westend 2024

Unsere sozialen Bereiche im Jahr 2024: Was uns bewegt hat

Zusammenhalt, der trägt: Miteinander feiern, gemeinsam Projekte umsetzen und Menschen in der Region zur Seite stehen - unser Jahr 2024! Mehr zum Thema mit Link zur Seite: 'Unsere sozialen Bereiche im Jahr 2024: Was uns bewegt hat'

Berichte aus dem Bereich Soziales

2024 im Caritashaus

Das Caritashaus ist eine Anlaufstelle für wohnungslose Menschen mit einem integrierten Angebot, bestehend aus Tagesaufenthaltsstätte, Ambulanter Fachberatung, Wohnheim mit dezentralem stationärem Wohnen und Betreutes Wohnen. Des Weiteren gibt es als Außenstelle die Übernachtungseinrichtung für Durchwanderer, die Koordinationsstelle für Menschen ohne festen Wohnsitz, die sich um die Weitervermittlung in den Notunterkünften kümmert, sowie seit 01.07.2024 das Streetworkprojekt in Kooperation mit der Suchthilfe Wetzlar.

Übernachtungseinrichtung

Die Übernachtungseinrichtung bietet bis zu zwölf alleinstehenden wohnungslosen Männern und Frauen eine kurzfristige Unterkunft. Neben einer Schlafgelegenheit umfasst das Angebot Grundversorgung in Form von Duschen, Wasch- und Kochmöglichkeiten, Waschmaschine/ Trockner, Freizeitgestaltung (TV, Radio, Spiele) sowie medizinisch-pflegerische Versorgung via Caritas‑Sozialstation. Selbstbestimmung und Mitverantwortung der Gäste sind zentrale Prinzipien.

Im Jahresbericht 2024 verzeichnete die Einrichtung 2.170 Übernachtungen (2023: 2.246), was einem Mittel von 5,9 Gästen pro Nacht entspricht. Rund 21 % aller Übernachtungen entfielen auf Frauen (Anstieg gegenüber 2023). Insgesamt nutzten 209 Personen das Angebot, davon 84 erstmals. Die 2023 realisierte Personalerweiterung ermöglichte eine niedrigschwelligere Betreuung und trug zur anhaltend hohen Auslastung sowie längeren Verweildauern bei.

Tagesaufenthaltsstätte 

Die Tagesaufenthaltsstätte des Caritashauses ist eine Anlaufstelle für Menschen ohne festen Wohnsitz. 2024 verzeichnete sie insgesamt 9.691 Besuche, davon 8.643 von externen Gästen (inkl. 1.681 Frauen) und 1.048 Besuche durch Bewohner. Der anhaltende Anstieg der Besucherzahlen ist einerseits bedingt durch wachsende Armut und Wohnungsnot sowie längere Verweildauern in Tages- und Behelfseinrichtungen, andererseits durch die Einführung neuer Angebote. Auffällig ist der höhere Anteil weiblicher Besucher.

Bewährt haben sich insbesondere Friseurangebot, ärztliche Sprechstunde sowie regelmäßige Feste und Feiern (u. a. großzügiges Weihnachtsessen, organisiert von Bosch). Die Tagesstätte ermöglicht zudem Teilhabe und Krisenbewältigung durch Basis‑ und Zusatzleistungen:  Es stehen u.a. warme und kalte Getränke, Zeitungen, Fernsehen und Internet zur Verfügung. In der voll ausgestatteten Küche können Gäste selbstständig warme Mahlzeiten zubereiten. Für die Körperhygiene gibt es eine Dusche sowie Waschmaschine und Trockner, und in der Kleiderkammer werden kostenlos gespendete Kleidungsstücke ausgegeben. Zusätzlich bieten Internetzugang, Fahrradständer, ein Hundezwinger und eine überdachte "Raucherecke" weitere Annehmlichkeiten.

Ambulante Fachberatung

Die Ambulante Fachberatung verzeichnete 2024 erneut eine sehr hohe, vielfältige und zeitaufwändige Nachfrage. Insgesamt nahmen 295 Personen das Angebot wahr, davon 186 ohne festen Wohnsitz. Besonders besorgniserregend ist der Anstieg junger Obdachloser: 45 Ratsuchende unter 21 Jahren suchten Hilfe bei Wohnungslosigkeit oder drohendem Wohn­raumverlust. Insgesamt wurden 4.469 Beratungsgespräche geführt (1.987 mit Männern, 953 mit Frauen), davon 1.466 telefonisch. Pro Klient*in ergaben sich im Schnitt 15,1 Gespräche. Thematische Schwerpunkte waren Lebensberatung, Gesundheit, Wohnen, Finanzen, Behörden­angelegenheiten, praktische Hilfen, Arbeit und Vermittlung an Fachdienste.

Die medizinische Versorgung bleibt problematisch: Obdachlose haben kaum Zugang zu ambulanter Versorgung, Notfallbehandlungen enden oft ohne Anschlussversorgung, was zu wiederholten Klinikaufenthalten und teils irreparablen Gesundheitsschäden führt. Auch bürokratische Hürden bei Pflegebedürftigkeitsprüfungen erschweren notwendige Unterstützungen.

Wohnheim

Das Wohnheim des Caritashauses bietet nach § 67 SGB XII insgesamt 14 stationäre Einzelzimmer in der Braunfelser Straße sowie vier Plätze im dezentralen Haus Noah (ausschließlich für Männer). Ziel ist die Begleitung und Stabilisierung von Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten (z. B. Wohnungslosigkeit, Sucht, psychische Erkrankungen).

Im Berichtszeitraum nutzten 26 Personen das stationäre Angebot, davon fünf im Haus Noah. Es gab sieben Neuaufnahmen und sieben Entlassungen, von denen drei in eine eigene Wohnung ziehen konnten. Häufige Zugangswege waren die Ambulante Fachberatung und die Übernachtungseinrichtung.

Haus Noah ermöglicht den Bewohnern ein selbstständiges Leben im sozialen Umfeld: Eigenverantwortliches Handeln (z. B. Mülltonnen rausstellen, Gehwege kehren), uneingeschränkte Nutzung von Gemeinschaftsräumen (Waschmaschine, Fitness- und Werkraum) und tägliche pädagogische Begleitung. Regelmäßige Versammlungen fördern Partizipation; bei Bedarf organisieren Fachkräfte weiterführende Hilfen.

Tagesstrukturierende Maßnahmen in beiden Einrichtungen umfassen Garten­pflege, Hausmeister- und hauswirtschaftliche Tätigkeiten, die neben sichtbaren Ergebnissen vor allem Alltagssicherheit, Belastbarkeit und Eigenverantwortung stärken. Besondere Freizeit‑ und Teilhabeangebote (z. B. Schwimmbad, Ausflüge, Kochgruppe, Kreativ‑ und Werkstattraum) erweitern den sozialen Bezugsrahmen und fördern lebenspraktische Fähigkeiten.

Kooperationen mit LWV, Jobcenter Lahn‑Dill, Sozialamt Wetzlar, Kultur‑Ticket Verein und privaten Vermietern unterstützen individuelle Betreuungs‑ und Vermittlungsprozesse - von der beruflichen Perspektive bis zum Zugang zu kulturellen Angeboten und Wohnraum.

Ambulant Betreutes Wohnen

Das Ambulant Betreute Wohnen (§ 67 SGB XII) begleitet Klient*innen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten beim - meist erstmaligen - Einzug in eine eigene Wohnung oder nach dem Auszug aus dem Wohnheim. 2024 wurden insgesamt 18 Personen betreut (14 Männer, 4 Frauen; Alter 18-69 Jahre).

Zum Leistungsangebot zählen die Unterstützung bei der Antragstellung für ALG II, Rundfunkgebührenbefreiung, Schwerbehindertenausweise, Renten- und Grundsicherung, begleitet von Schuldnerberatung und Gläubigerbegleitung. Ebenso umfasst das Angebot Hilfestellung im Kontakt mit dem Jobcenter und bei der Einrichtung eines Bankkontos, Krisenintervention sowie bei Bedarf die Einleitung gesetzlicher Betreuungsverfahren. Auch die Begleitung zu Bewährungs‑ und Gerichtsterminen oder zum Gerichtsvollzieher durch die Sozialarbeiter*innen ist möglich. Ergänzend motivieren und unterstützen sie zu einer gesundheitsfördernden Lebensweise und stehen bei der Wohnungssuche zur Seite. Die Hilfe basiert auf einem gemeinsam erstellten Hilfeplan; die Wohnverhältnisse bleiben unabhängig vom Betreuungsverhältnis bestehen. Zentrales Ziel ist, durch enge Kooperation mit Wohnungsgebern und vertrauensvolle Klient*innen‑Beziehungen stabile, konfliktfreie Mietverhältnisse zu sichern und langfristige Selbstständigkeit zu ermöglichen.

Koordinationsstelle für Menschen ohne festen Wohnsitz

Die Koordinationsstelle für Menschen ohne festen Wohnsitz wurde am 1. Juli 2023 in Kooperation mit der Stadt Wetzlar eingerichtet, um Wohnungslose zu vernetzen, Vermittlungs­hemmnisse abzubauen und schnellstmöglich Meldeanschriften und adäquate Unterbringungs- oder Zwischenlösungen (Notunterkunft, zwei Pensionen, Wohnungsmarkt) zu erschließen. Ein zentrales Element ist das Konzept "Probewohnen", bei dem die Stadt Mietwohnungen zunächst auf Probe überlässt und nach einer Bewährungszeit an die Betroffenen überträgt.

Im Jahr 2024 konnte die Koordinationsstelle zum ersten Mal zwei Probewohnungen bereitstellen und deren Konzept erfolgreich erproben. Insgesamt fanden 21 Menschen über die Koordinationsstelle in einen festen Wohnsitz: Eine Frau zog in eine städtische Notwohnung, sechs Männer fanden dauerhaften Platz in Pensionen, zehn Männer und zwei Frauen bezogen eigene Wohnungen, und zwei Männer wurden dauerhaft über das Probewohnen vermittelt. Damit leistet die Stelle einen entscheidenden Beitrag, um Menschen ohne Wohnsitz Meldeanschrift, Zugang zu Arbeit, Gesundheitsversorgung und Sozialleistungen zu ermöglichen und langfristig echte Mietverhältnisse zu etablieren.

Projekt Streetwork

Das Projekt Streetwork in Wetzlar startete zum 01.07.2024 in Kooperation von Caritasverband Wetzlar / Lahn‑Dill‑Eder e. V. und Suchthilfe Wetzlar e. V. Es richtet sich an Menschen der Sucht‑ und Obdachlosenszene, die reguläre Beratungsangebote nicht nutzen können. Seit dem August 2024 ist werktags ein Zweierteam jeweils drei Stunden aufsuchend in Wetzlar aktiv.

Im ersten Halbjahr 2024 wurden insgesamt 1.278 Personen gesichtet, von denen 739 kontaktiert wurden (darunter 571 Männer und 168 Frauen). In den aufgebauten Gesprächen standen vor allem der Suchtmittelkonsum (173 Nennungen) sowie die prekäre Wohnungssituation (154) im Vordergrund. Weitere häufige Themen waren die finanzielle Lage (101 Nennungen), gesundheitliche Probleme (89) und das soziale Umfeld (82).Der Fokus lag auf Kontaktaufbau und Beziehungsarbeit, um passgenaue Hilfen anzubieten und Zugangsbarrieren zu regulären Hilfesystemen abzubauen.

 

Zusammen feiern im Wetzlarer Westend

Bei strahlendem Sonnenschein kamen mehr als 300 Kinder zu den zahlreichen kostenfreien Aktivitäten und Angeboten, die Jung und Alt zum Turnen, Rätseln, Basteln, Mitmachen, gegenseitigem Kennenlernen und Spaß haben einluden. Wie in den vergangenen Jahren kam dabei u.a. durch das Kuchenbuffet des Café Freiraums auch das leibliche Wohl der Besucherinnen und Besucher nicht zu kurz.

Sporthalle, Spielplatz oder Familienzentrum - egal wohin man im Wetzlarer Westend auch ging, überall gab es etwas zum Entdecken und Ausprobieren: Bewegungsparcours, Steine bemalen, Brettspiele spielen, Windspiele basteln, den "Fuchs mit der Sonnenbrille" am Stand des NABU entdecken, Wünschewand, Kinderschminken, Karussell, Tanzvorführungen, Parcourtraining, Rätsel lösen und viele weitere Aktivitäten boten einen Nachmittag lang Abwechslung für alle Interessen und alle Altersgruppen.

Das Programm wurde unter anderem durch den TV Wetzlar, den NABU Wetzlar, den Caritasverband Wetzlar/Lahn-Dill-Eder e.V., FiZ,  den Tanzsportverein der Wetzlarer Karnevalsgesellschaft e. V., FunTastic Sports Wetzlar e.V., EFI gGmbH, den Tierschutzverein Wetzlar, die Albert-Schweitzer-Schule Wetzlar, die Jugendarbeit Westend der Stadt Wetzlar, die Aktion Zahngesundheit, dem Jobcenter Lahn-Dill und den FotoFreunden Wetzlar e.V. gestaltet, die unermüdlich für gelungene Fotos im Einsatz waren und zahlreiche Familien für Urkunden fotografierten, die am Ende des Tages mit nach Hause genommen werden konnten.

Der Caritasverband Wetzlar/ Lahn-Dill-Eder e.V. bedankt sich bei allen Mitwirkenden und insbesondere den Kolleginnen und Kollegen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Caritasverbandes für die gelungene Umsetzung des Familienfestes! Ein herzliches Dankeschön geht ebenso an Schäfer Dein Bäcker für die großzügige Spende von 300 Brezeln, das Dolmetscher- und Übersetzungsbüro Mehmet Ali Karaaslan für die gespendeten Würstchen und das Kollegium der Albert-Schweitzer-Schule, das mehr als 20 selbst gebackene Kuchen für das Buffet zur Verfügung stellte.

 

Bundesweiter Vorlesetag in der Kita Ernst-Leitz-Straße

Gleich zu Beginn der Vorlesestunde in der Caritas Kita Ernst-Leitz-Straße flitzt die Kindergruppe eilig in den Vorleseraum. In kleinen Gruppen verteilen sie sich auf dem weichen Teppich und auf den bequemen Sitzkissen. Einige rutschen so weit nach vorne wie möglich, andere stupsen ihre Freunde an: "Komm‘ doch zu mir!". Alle wollen in der ersten Reihe sein, wenn Caritas Vorstand Hendrik Clöer das Buch des diesjährigen Vorlesetages aufschlägt und mit der spannenden Geschichte beginnt, die von einem Krokodil, seinen messerscharfen Zähnen, überraschenden Entdeckungen und neuen Freundschaften handelt.

"Krok, der Schreckliche" von den Autoren Jarvis und Peter Wendel erzählt die Geschichte von Krok, einem riesigen, furchteinflößenden Krokodil, das im Urwald zunächst Angst und Schrecken verbreitet. Denn Krok ist als gefährlich bekannt, und die Urwaldbewohner fürchten ihn sehr. Doch im Verlauf der Geschichte erfahren sie von seinem Geheimnis und dass hinter seiner harten Schale eigentlich eine freundliche Seite steckt. So wird Krok, der ehemals gefürchtete "Schreckliche," nach und nach zu einem wertvollen Teil der Gemeinschaft.

Der Vorlesetag, der  in diesem Jahr unter dem Motto "Vorlesen schafft Zukunft" steht, ist eine Initiative von DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung, und hat sich seit 2004 zur größten Vorleseaktion Deutschlands entwickelt. Ziel ist es, die Freude am Lesen und das Erleben von Geschichten zu fördern - denn gemeinsames Vorlesen stärkt nicht nur die Fantasie, sondern auch das sprachliche Verständnis der Kinder.

Sprachkitas als wichtige Unterstützung für frühkindliche Sprachbildung

Der Fokus richtet sich zudem auf die Bedeutung von Sprachbildung in Kitas, speziell im Rahmen der sogenannten "Sprachkitas", zu denen auch die Caritas Kita Ernst-Leitz-Straße zählt. Sprachkitas sind Teil eines vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Programms namens "Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist". Seit 2016 unterstützen sie Kinder mit sprachlichem Bildungsbedarf - etwa solchen, die Deutsch als Zweitsprache lernen oder aus sozial benachteiligten Familien stammen. Dazu werden speziell geschulte Fachkräfte eingesetzt, die die sprachliche Bildung in den Kita-Alltag integrieren. So wird beispielsweise die Sprachentwicklung durch Vorlesen, gemeinsames Singen und Rollenspiele gefördert. Sprachkitas leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Integration und Chancengleichheit, indem sie Kindern helfen, sprachliche Barrieren frühzeitig zu meistern und legen damit die Grundlage für einen erfolgreichen Bildungsweg.

Bildunterschrift: (v.l.n.r.): Hendrik Clöer, Vorstand Caritasverband Wetzlar/Lahn-Dill-Eder und die Vorschulkindergruppe der Caritas Kita Ernst-Leitz-Straße

 

Weihnachtswichtel erfüllen Wunschsterne

Weihnachtsbaum mit Lichterkette und Geschenken darunter.

Das leckere Buffet steht schon bereit, die bunt verpackten Geschenke unter dem leuchtenden Weihnachtsbaum liegen ebenfalls parat - es fehlt nur noch der Weihnachtsmann! Bei der Weihnachtfeier der Ambulanten Erziehungshilfen (AEH) des Caritasverbandes Wetzlar/Lahn-Dill-Eder e.V. erfüllt er alljährlich nämlich zahlreiche Wünsche, die die Kinder bereits vor Wochen auf ihren jeweiligen "Wunschstern" geschrieben hatten. Diese bunt dekorierten Sterne finden bereits seit einigen Jahren in der Vorweihnachtszeit ihren Weg zum festlich geschmückten Tannenbaum im Pausenraum der TB&C Group in Herborn. Anschließend nutzen zahlreiche Mitarbeitenden des Unternehmens die Gelegenheit, um die Wünsche der Kinder wahr werden zu lassen.

In diesem Jahr hingen rund 50 Sterne am Baum, die alle einen "Weihnachtswichtel" fanden. Bei manchem Geschenk bestand allerdings "Übersetzungsbedarf": So kam z.B. die Frage, was denn genau ein Transformer sei, denn, so Personalleiterin Tanja Eckleben, "der Belegschaft war es wichtig, die richtigen Geschenke zu besorgen und die Kinder nicht zu enttäuschen." Im Verlauf der Vorweihnachtszeit stapelten sich so vom Müllauto über Brettspiele, Puppen, Büchern und Legosets die Geschenke für die Familien der AEH zu einem bunten Berg im Büro des Herborner Unternehmens.

Vier Personen stehen zusammen, zwei davon halten ein buntes Plakat mit der Aufschrift ‚Dankeschön‘ und gezeichneten Geschenken. Eine Frau hält ein Mikrofon, während alle in die Kamera lächeln. Ein Dankeschön der Kinder der Ambulanten Erziehungshilfen an Tanja Eckleben (Personalleitung TB&C Group) und Jennifer Schmidt (HR Referentin TB&C Group). Das Plakat wurde von Victrice Owusu überreicht, moderiert von Silke Däumer (Leitung Ambulante Erziehungshilfen) (vlnr).

Vergangenen Freitag überbrachten Tanja Eckleben (Personalleitung TB&C Group) und Jennifer Schmidt (Referentin HR TB&C Group) schließlich die Weihnachtspost zur AEH-Feier im Pfarrgemeindesaal in Niedergirmes. Gemeinsam mit Ulrike Fasel (Referentin HR, TB&C Group), Initiatorin und Schirmherrin der Aktion, hatten sie die Aktion im Unternehmen koordiniert. "Die Wunschsterne sind für uns alle etwas ganz Besonderes", so Jennifer Schmidt. "denn egal ob Geschäftsführer oder Produktionsmitarbeiter - die Aktion wird von allen Beschäftigten gemeinsam unterstützt." So konnten alle Geschenke rechtzeitig besorgt, liebevoll verpackt und auf den Weg nach Niedergirmes gebracht werden.

Am 12. Dezember fand schließlich die große Bescherung im Rahmen der AEH-Weihnachtsfeier statt, bei der die Kinder zusammen mit ihren Familien den festlich geschmückten Weihnachtsbaum samt Geschenkeberg bestaunen konnten. Die Kinder hatten im Vorfeld den Baum selbst geschmückt und die Dekoration eigenhändig gebastelt - ein Detail, das die festliche Stimmung noch besonderer machte. Der Höhepunkt des Nachmitttages: Nikolaus Karl Ludwig Kreuzburg, der die Geschenke überreichte, sorgte für große Augen und freudestrahlende Gesichter.

Nach der Bescherung erwartete die Familien noch ein gemeinsam gestaltetes weihnachtliches Buffet und eine entspannte Zeit des miteinander Genießens. "Diese Kooperation ist ein Gewinn für beide Seiten", so Silke Däumer, Leiterin der AEH. "Für die Kinder, weil sie ein liebevoll verpacktes Geschenk erhalten, und für die Mitarbeitenden der TB&C Group, die unmittelbar erleben können, wie sie einem Kind einen Herzenswunsch erfüllen."

 

 

Erziehungsalltag meistern auf die „Kesse Tour“

Jedes Jahr organisieren die Ambulanten Erziehungshilfen (AEH) des Caritasverbandes Wetzlar/Lahn-Dill-Eder e.V. eine viertägige Familienfreizeit, die in diesem Jahr in der vorletzten Juliwoche im Familienferiendorf Hübingen im Westerwald stattfand. Das Team der AEH konnte in diesem Jahr 14 Familien mit 25 Kindern im Alter zwischen 1 und 15 Jahren begleiten. Zentrales Thema der Freizeit war die Teilnahme der Eltern am "Kess erziehen" Elternkurs, bei dem Eltern neue Impulse für den Erziehungsalltag bekommen.

Die Grundideen: Praktische Übungen ermöglichen Vätern und Müttern, sich in ihr Kind hineinzuversetzen und ihren eigenen Erziehungsstil weiterzuentwickeln. Konkrete Anregungen für zu Hause helfen, neue Impulse praktisch umzusetzen. Und der Erfahrungsaustausch mit anderen Eltern hilft, Anregungen für das eigene Familienleben mitzunehmen und sich auch über den Kurs hinaus mit anderen Eltern zu vernetzen und zu unterstützen. 

Während der Teilnahme der Eltern am Kurs wurden die Kinder vom Team der AEH je nach Vorliebe in einer Bastel- und in einer Bewegungsgruppe betreut. In der Bastelgruppe entstanden dabei u.a. kreative Windlichter, bemalte Rucksäcke und Taschen sowie bunte Ketten und Armbänder. Drüber hinaus hatten Eltern und Kinder Gelegenheit, gemeinsam eine Familienkerze zu gestalten.

In der Bewegungsgruppe gab es vielseitige Sport- und Spielangebote wie Basketball, Strohballen balancieren und eine Wanderung auf dem neu angelegten Wasser-, Wiesen- und Wolkenweg zu einem Wassertretbecken in dem sich alle gut abkühlen konnten. Und natürlich gab es auch wieder eine Schatzsuche, die erfolgreich gemeistert wurde. Auch das beliebte Lagerfeuer mit Stockbrot und Marshmallows war wieder fester Bestandteil der Familienfreizeit. Am Ende waren sich das Team der AEH, Eltern und Kinder einig: Es war eine tolle Freizeit!

Nähere Infos zur Familienfreizeit und den "Kess erziehen" Kursen gibt es bei: Silke Däumer, Tel.: 06441 9026-210, E-Mail: silke.daeumer@caritas-wetzlar-lde.de!



„Helft uns helfen!“ für den Caritasverband Wetzlar

Die Schülerbetreuung des Caritasverbandes Wetzlar/Lahn-Dill-Eder e.V. zählt in diesem Jahr ebenfalls zu den Projekten, die durch die Spendenaktion unterstützt werden. Denn Kinderarmut und mangelnde Bildungsgerechtigkeit sind besonders im Bereich Schule deutlich sichtbar. Dies beginnt z.B. bei einem fehlenden Pausenbrot und reicht bis hin zur Einschränkung, aufgrund begrenzter finanzieller Mittel an kostenpflichtigen Veranstaltungen wie Ausflügen nicht teilnehmen zu können.

Die Schülerbetreuung unterstützt an dieser Stelle die Bildungschancen der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler - z.B. durch das Angebot der Hausaufgabenbetreuung oder der kostenlosen AGs, die von Werken, Sport, Kochen, Spielen bis hin zu Kreativaktionen reichen.

Sabine Grollmann-Serve, Leiterin der Schülerbetreuung, nahm am 19. April stellvertretend für den Caritasverband den Spendenscheck entgegen: "Ich freue mich, dass wir dank der Leser*innen der WNZ unsere Schülerbetreuung in größerem Ausmaß fördern und damit mehr Bildungsgerechtigkeit realisieren können", so Grollmann-Serve.

Insgesamt spendeten die Leser*innen 61.000 Euro, die an den Caritasverband Wetzlar/Lahn-Dill-Eder e.V., die Wetzlarer Arbeitsloseninitiative Wali e.V., den St. Elisabeth-Verein e.V., das KinderKulturZentrum Herborn e.V. und den Kinderschutzbund Lahn-Dill/ Wetzlar e.V. überreicht wurden.

 

Foto (vlnr): Eva Hannöver-Meurer, Leitung des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie beim Caritasverband für die Diözese Limburg e.V und Sabine Grollmann-Serve, Leitung Schülerbetreuung Caritasverband Wetzlar/Lahn-Dill-Eder e.V.

 

2024 im Bereich Pflege

Eine Mitarbeiterin der Tagespflege im Gespräch mit einer Seniorin, die an einem Tisch sitzt. Beide schauen sich eine Weltkugel an und zeigen auf Länder.

Ein Jahr im Bereich Pflege: Bilanz 2024

Im Jahr 2024 lag ein besonderer Schwerpunkt im Bereich Pflege und Beratung auf der bedarfsgerechten Unterstützung älterer und pflegebedürftiger Menschen. Mehr zum Thema mit Link zur Seite: 'Ein Jahr im Bereich Pflege: Bilanz 2024'

Berichte aus der Pflege

Tagespflege Lahnau unter neuer Leitung

Vier Personen stehen vor einem Schild der Tatjana Fischer (Leitung Tagespflege Braunfels), Hendrik Clöer (Vorstand), Heike Riederer (Tagespflege Lahnau), Kerstin Becher (Leitung Tagespflege Lahnau)Caritasverband Wetzlar / Lahn-Dill-Eder e.V.

Neuigkeiten aus der Tagespflege Lahnau des Caritasverbandes Wetzlar/Lahn-Dill-Eder e.V.: Der Vorstand freut sich, Kerstin Becher als neue Leiterin der Tagespflege willkommen zu heißen. Sie übernimmt den Staffelstab von Tatjana Fischer, die diese Aufgabe vorübergehend zusätzlich zur Leitung der Tagespflege Braunfels übernommen hatte.

Hendrik Clöer (Vorstand) dankte Tatjana Fischer, Leiterin der Tagespflege Braunfels, sowie Heike Riederer, stellvertretende Leitung der Tagespflege Lahnau, für ihr Engagement und ihre gelungene Teamarbeit in den vergangenen Monaten. Anschließend begrüßte er Kerstin Becher als neue Leitungskraft in der Tagespflege Lahnau: "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Frau Becher und darauf, dass sie mit ihrer langjährigen fachlichen Kompetenz im Pflege- und Leitungsbereich unsere Tagespflege mit neuen Perspektiven bereichert."

Erste Ideen sind bereits gemeinsam mit dem Team in Arbeit: Für den Sommer ist beispielsweise ein Fest mit allen Gästen und Angehörigen geplant. Darüber hinaus sieht Kerstin Becher die Information der breiten Öffentlichkeit als einen weiteren Schwerpunkt: "Viele Interessierte wissen etwa nicht, an welcher Stelle sie z.B. zusätzliche Leistungen und Zuschüsse für einen Aufenthalt in der Tagespflege beantragen können. Unser Team plant dazu u.a. Infoabende, bei denen unterschiedlichste Fragen und Anliegen dazu besprochen werden können."

Weitere Infos zur Tagespflege und geplanten Veranstaltungen gibt es in der Tagespflege Lahnau unter 06441-90 26 350 oder kerstin.becher@caritas-wetzlar-lde.de . Aktuell sind noch Plätze frei - das Team der Tagespflege heißt Interessierte auch gerne zu kostenfreien Schnuppertagen willkommen!

Foto/ Caritasverband Wetzlar/Lahn-Dill-Eder e.V. (vlnr): Tatjana Fischer (Leitung Tagespflege Braunfels), Hendrik Clöer (Vorstand), Heike Riederer (stv. Leitung Tagespflege Lahnau), Kerstin Becher (Leitung Tagespflege Lahnau)

 

Gemeinsam Leben retten – „Viele schaffen mehr!“

Automatische Externe Defibrillatoren (AED) kommen in Deutschland täglich zwischen 200- und 300-mal zum Einsatz. Besonders bei plötzlichem Herzstillstand können sie die Überlebenschancen der Betroffenen entscheidend erhöhen. Denn mit einem AED kann nahezu jeder Laie in einer Notsituation lebensrettende Maßnahmen ergreifen. Solche Geräte sind daher von unschätzbarem Wert - insbesondere in Einrichtungen wie der Caritas Tagespflege Lahnau, wo vorwiegend ältere Menschen betreut werden.

Mit dem Ziel, rund 2.500 Euro zu sammeln, um die Anschaffung eines AED zu ermöglichen, riefen daher die Caritas Tagespflege Lahnau und die Volksbank Heuchelheim im Rahmen der Crowdfunding-Initiative "Viele schaffen mehr" eine Spendenaktion ins Leben.

Das Besondere: Die Volksbank Heuchelheim verdoppelte jede Spende ab 5 Euro. So wurde beispielsweise aus einer 20-Euro-Spende direkt ein Beitrag von 40 Euro. Mit dem gemeinsamen Engagement der Volksbank und Lahnauer Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen vor Ort, Unterstützern der Tagespflege und weitere Spenden aus der Region konnte das benötigte Geld schnell zusammengetragen werden.

Melanie Gerlach (Volksbank Heuchelheim) und Holger Fabel (Volksbank Atzbach) überreichten am Montag den symbolischen Spendenscheck über 2.660 Euro an Kerstin Becher und Heike Riederer (Tagespflege Lahnau), die sich herzlich im Namen der gesamten Einrichtung für die tatkräftige Unterstützung bedankten.

Bildunterschrift: (v.l.n.r.): Heike Riederer (Koordinatorin Tagespflege Lahnau), Holger Fabel (Volksbank Atzbach), Kerstin Becher (Leitung Tagespflege Lahnau) sowie Gäste der Tagespflege Lahnau

 

„Man wird Teil einer Familie“

"Ich suche jemanden, der jeden Tag 5 km mit meiner Mutter laufen geht." Auch solche ungewöhnlichen Anfragen nach Unterstützung durch eine*n ehrenamtliche*n Demenzhelfer*in erreichen das Team des Ambulanten Demenz- und Besuchsdienst des Caritasverbandes Wetzlar/Lahn-Dill-Eder e.V. Denn die Hobbies und Vorlieben der demenzerkrankten Menschen, die von den Helfer*innen des Dienstes besucht werden, sind vielseitig und gehen manchmal eben auch über "normale" Aktivitäten hinaus.

In der Regel begleiten die Demenzhelfer*innen demenzerkrankte Menschen oder Menschen mit anderen Einschränkungen in ihrem Alltag in den eigenen vier Wänden und ihrem Lebensumfeld: Sie gehen beispielsweise mit ihnen spazieren, spielen miteinander, singen gemeinsam, kochen zusammen oder lesen vor - je nach Bedarf zu individuell abgestimmten Zeiten. Ihr Einsatz entlastet einerseits die Angehörigen, die mit der Betreuung oft rund um die Uhr gefordert sind: "Ich konnte mich endlich mal wieder auf einen Kaffee verabreden", so eine Angehörige. Andererseits schenken die Demenzhelfer*innen Betroffenen eine schöne gemeinsame Zeit, die ihnen Freude und Abwechslung im Alltag bringt.

Den/ die geeignete Demenzhelfer*in mit der entsprechenden Anfrage passgenau zusammenzubringen, ist daher eine der zentralen Aufgaben des Dienstes. Elvira Schmidt und Viola Metz bilden dabei das Kernteam des Ambulanten Demenz- und Besuchsdienstes. Zu ihren Aufgaben zählen konkret die Unterstützung, Beratung und Betreuung demenzkranker (oder anderweitig eingeschränkter) Menschen und ihrer Angehörigen durch freiwillig engagierte Helferinnen und Helfer. Dies beinhaltet auch, umfassend über das Thema Demenz zu informieren sowie die Organisation von Schulungen und die Betreuung der ehrenamtlich Tätigen, die im Einsatz sind.

Drei Frauen stehen lächelnd vor dem Eingang des Gebäudes des Caritasverbands Wetzlar/Lahn-Dill-Eder e.V. Links daneben ist ein Banner mit dem Caritas-Logo zu sehen.Vlnr.: Elvira Schmidt (Ambulanter Besuchs- und Demenzdienst), Martina Oehler (ehrenamtliche Demenzhelferin) und Viola Metz (Ambulanter Besuchs- und Demenzdienst)

Der Ambulante Demenz- und Besuchsdienst startete 2008 als Modellprojekt im Norden des Lahn-Dill-Kreises. Das Projekt war zunächst als reiner Demenzdienst ausgelegt, doch durch die Kooperation mit der Hauskrankenpflege Lahn-Dill gelang es, das Netzwerk und die Möglichkeiten des Dienstes zu erweitern. Damit ergab sich die Chance, ein "Rundum-Paket" in Sachen Pflege und Demenzbegleitung zu bieten: "Viele Interessierte wissen gar nicht, welche Leistungen ihnen zustehen und welche davon sie für unsere Angebote in Anspruch nehmen können," so Elvira Schmidt. Wenn im Gespräch deutlich wird, dass noch Fragen über das Thema Demenz hinaus offen sind, die sich z.B. auf den Aspekt Pflege beziehen, vermittelt das Team an den Kooperationspartner der Hauskrankenpflege Lahn-Dill weiter oder an weitere Einrichtungen wie etwa nahe gelegene Pflegestützpunkte.

Das erste Jahr stand ganz im Zeichen des Aufbaus, der Planung und Entwicklung des Ambulanten Demenz- und Besuchsdienstes. Das Sozialministerium förderte das Projekt drei Jahre lang, doch am Ende der Projektlaufzeit war klar: Der Bedarf an Unterstützung durch das Team der ehrenamtlichen Helfer*innen ist nach wie vor ungebrochen und nimmt stetig zu. Rund 200 Klient*innen betreut das Team aktuell. Viel Werbung für die eigene Arbeit, das kontinuierliche Angebot an Schulungen und positive Mund-zu-Mund-Propaganda haben dafür gesorgt, dass der wachsenden Nachfrage auch eine ausgeglichene Anzahl an ehrenamtlichen Helfer*innen gegenübersteht. "Damit sind wir in der glücklichen Lage, die meisten der Anfragen erfüllen zu können", so Viola Metz.

Jede*r kann als Demenzhelfer*in tätig werden: Zur Vorbereitung für die Einsätze gibt es eine intensive Schulung und eine jährliche Fortbildung, die kostenfrei sind. Dabei erhalten die künftigen Demenzbegleiter u.a. Informationen zum Thema Demenz, zu rechtlichen Fragen, zum Umgang mit Erkrankten oder zu Aspekten des Ehrenamts. Jede*r Interessierte*r ist beim Ambulanten Demenz- und Besuchsdienst herzlich willkommen: "Von 18 Jahren bis 70+ sind bei uns alle Altersgruppen vertreten", so Elvira Schmidt. Eine Besonderheit gibt es allerdings: Mehr als 95% der Aktiven sind Frauen.

Aber was motiviert Menschen, als Demenzhelfer aktiv zu werden? Martina Oehler, seit 13 Jahren Demenzbegleiterin, beschreibt es so: "Bei meiner ehemaligen Arbeit im Seniorenheim habe ich am liebsten gemeinsame Zeit mit meinen Patienten verbracht. Miteinander reden, spazieren gehen, zuhören, für Patienten da sein. Aber eigentlich war dafür oft keine Zeit da." Aus diesem Grund wechselte Frau Oehler zunächst zur Caritas Sozialstation und kurze Zeit später zum Ambulanten Demenz- und Besuchsdienst. "Das war genau das, was ich mir vorgestellt hatte: Menschen im Alltag helfen, sich für sie Zeit nehmen und gleichzeitig Angehörige unterstützen." Seit rund 13 Jahren ist sie für unterschiedlichste Klientinnen und Klienten da. Wichtigster Punkt dabei: Die Chemie zwischen allen Beteiligten muss stimmen.

"Aus diesem Grund nehmen wir uns im Vorfeld viel Zeit, um den passenden Ehrenamtlichen mit dem passenden Interessenten zusammenzubringen", erklärt Elvira Schmidt. Man klopft im Vorfeld die Ist-Situation ab, informiert sich über Vorlieben und Interessen, vereinbart einen Kennenlern-Termin vor Ort und klärt die Erwartungen auf beiden Seiten ab - sowohl bei Klientinnen und Klienten als auch beim Ehrenamtlichen. "Wichtig dabei ist klarzustellen, dass wir keinen günstigen Putz- oder Pflegedienst vermitteln, sondern Angehörigen einen Freiraum von der Pflege verschaffen, z.B. für eine Auszeit mit Freunden, und gleichzeitig den Betroffenen eine schöne gemeinsam verbrachte Zeit ermöglichen", so Viola Metz.

"Auf jeden Fall braucht man Empathie und Fingerspitzengefühl, um auf die Betroffenen eingehen zu können und ihre Bedürfnisse zu verstehen", so Frau Oehler. Auch Flexibilität spiele eine große Rolle: "Wenn ein Spaziergang geplant war, es aber an dem Tag regnet, dann braucht es einen Plan B für den Besuch - wie etwa gemeinsam puzzeln oder singen."

Die Einsätze der Ehrenamtlichen sind dabei so vielseitig wie die Klienten selbst: "Manche lieben einen gemeinsamen Spaziergang, weil dafür z.B. bei berufstätigen Angehörigen oft die Zeit fehlt. Andere möchten zusammen etwas backen, weil sie das früher immer gerne für die Familie gemacht haben. Und manche sind bettlägerig oder schwerstdement und freuen sich einfach nur über Gesellschaft", fasst Elvira Schmidt zusammen. Ziel ist es, mit den Besuchen Betroffenen so lange wie möglich ein selbst bestimmtes Leben zu Hause zu erhalten und sie mit den Besuchen so vielseitig wie möglich zu stimulieren und zu aktivieren. Dass dies in den meisten Fällen hervorragend gelingt, zeigen die vielen positiven Rückmeldungen von Betreuten und ihren Angehörigen: "Und diese Momente der Wertschätzung sind für die Mitarbeitenden besonders wichtig", unterstreicht Viola Metz.

Wichtigste Voraussetzung für einen gelungenen Einsatz, der manchmal mehrere Jahre lang andauert, sei die Balance zwischen Nähe und Distanz, betont Frau Oehler. Die ehrenamtlichen Helfer*innen werden daher bestärkt, auch Nein sagen zu dürfen und sich bei schwierigen Situationen abzugrenzen. Denn auch herausfordernde Situationen gehören zum Alltag der Helfer*innen. Wenn etwa betreute Menschen, zu denen man eine Bindung aufgebaut hat, versterben, wenn sich der Zustand der betreuten Person stark verschlechtert und dies zu einer großen emotionalen Belastung für die Mitarbeitenden wird oder wenn die die Erwartungen auf beiden Seiten zunehmend auseinanderdriften. Die Möglichkeit, sich über solche Situationen und Erlebtes mit anderen Ehrenamtlichen vertraulich auszutauschen und Rat z.B. für schwierige Situationen zu bekommen, bietet der regelmäßig stattfindende Stammtisch. Hier stehen "alte Hasen" den neu hinzugekommenen Helfer*innen mit Tipps, Ideen und manchmal einfach einem offenen Ohr zur Seite. Und natürlich hat das Team des Ambulanten Demenz- und Besuchsdienstes immer ein offenes Ohr, um bei Fragen Hilfestellung zu geben.

Viele Mitarbeitende kommen mehrere Jahre in den gleichen Haushalt und Kontakte zu Angehörigen bleiben nicht selten auch nach dem Versterben der Betreuten Bestehen. Die Kernfrage, die man sich stellen müsse, hebt Frau Oehler hervor: "Fährt man mit einem guten Gefühl hin?" Denn schließlich soll es für beide Seiten eine schöne Zeit sein. Man erlebt viele besondere Momente: Man erlebt Trauriges, aber auch viele lustige und schöne Momente, die im Gedächtnis bleiben. "Man wird eben ein Teil der Familie", beschreibt Frau Oehler die Arbeit.

Mehr Infos zu Ambulanten Demenz- und Besuchsdienst gibt es hier!

Buntes Sommerfest in der Caritas Tagespflege Lahnau

Am vergangenen Freitag verwandelte sich die Caritas Tagespflege Lahnau in eine bunte Sommeridylle, als das alljährliche Sommerfest für die Gäste der Einrichtung und deren Angehörige stattfand. Denn bereits im Vorfeld hatten die Gäste gemeinsam mit dem Team der Tagespflege mit viel Engagement die Räumlichkeiten mit farbenfroher Dekoration wie Girlanden, sommerlichem Tischmuck, Fotos gemeinsamer Aktivitäten, Blumen und einem Upcycling-Stand verschönert.  

Die Vorfreude war spürbar, als man sich zum Kaffeetrinken und frischen Waffeln zusammenfand, um neue Kontakte zu knüpfen, alte Freundschaften zu pflegen und den Nachmittag mit Gesang, Spielen und ausgelassener Stimmung zu verbringen. Eingeläutet wurde das gemütliche Beisammensein durch die Begrüßung der Gäste von Einrichtungsleiterin Kerstin Becher und der anschließenden besinnlichen Andacht von Hedwig Kleinhans, die die mehr als 50 Besucherinnen und Besucher auf das gemeinsame Fest einstimmte. 

Besonders der Upcycling-Stand zog viele Besucherinnen und Besucher an. Hier wurden liebevoll von den Seniorinnen und Senioren gefertigte Dekostücke wie z.B. Windspiele, Ziegel in Serviettentechnik, Türkränze und Blumengefäße gegen eine Spende für den guten Zweck angeboten. Sogar selbstgestrickte Socken fanden trotz der sommerlichen Temperaturen begeisterte Abnehmer. Der Höhepunkt für viele war jedoch der Spielbereich, wo Tischfußball und Tischcurling für großen Spaß sorgten. Diese kooperativen Spiele förderten nicht nur die Zusammenarbeit, sondern brachten auch alle Generationen zusammen, die gemeinsam um den Sieg kämpften. 

Die frischen Waffeln, die an diesem Tag serviert wurden, erfreuten sich ebenfalls großer Beliebtheit und trugen - vor allem bei den jüngsten Besuchern - zur rundum gelungenen Atmosphäre bei. Nach mehr als zwei Stunden gemeinsamen Miteinanders endete das Sommerfest - und die begeisterte Resonanz der Besucher*innen zeigte einmal mehr, wie wichtig solche gemeinschaftlichen Aktivitäten für Gäste und Angehörige gleichermaßen sind und wie viel Freude das Miteinander bringt. Ein besonderer Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, die diesen Tag ermöglicht haben. 

Mehr Informationen zur Tagespflege gibt es bei Kerstin Becher, Tel.: 06441-90 26 350 oder kerstin.becher@caritas-wetzlar-lde.de .

 

Das Bild zeigt eine Gruppe von acht lächelnden Frauen, die draußen vor einem Gebäude stehen und knien. Sie sind leger gekleidet. Über ihnen hängt eine Girlande.

Vlnr: Kerstin Becher (Einrichtungsleitung), Heike Riederer, Doris Steege, Christine Stitz, Maya Gietzelt, Susanne Eckhardt.
Unten vlnr: Susanne Feiling und Jana Berger

Team der Tagespflege Lahnau
Foto: Caritasverband Wetzlar/Lahn-Dill-Eder e.V.

 

 

Allgemeines aus dem Verband

Caritasverband beim Wetzlarer Neubürgerempfang

3 Frauen stehen zu einem Gruppenbild zusammen an einem Tisch mit Flyern; im Hintergrund sind Caritas Roll-ups zu sehen.

Am vergangenen Samstag öffnete das Wetzlarer Rathaus seine Tore für den alljährlichen Neubürgerempfang, der auch dieses Mal mit dem breitgefächerten Angebot der Vereine und Organisationen aufwartete. Unter den vertretenen Einrichtungen befand sich auch der Caritasverband Wetzlar/ Lahn-Dill-Eder e.V., der sich mit seinem engagierten Team präsentierte: Sabine Grollmann-Serve, Leitung der Schülerbetreuung, sowie ihre Kolleg*innen Elvira Schmidt und Viola Metz (Ambulanter Demenz- und Besuchsdienst) und Kevin Georg (Quartiersmanager Nachbarschaftszentrum Westend) boten den Besuchern Einblicke in die vielfältigen Dienste und Beratungsangebote der Organisation. Neben der Verteilung von Informationsflyern zu den einzelnen Beratungsstellen wurden auch persönliche Beratungsgespräche angeboten.

Interessierte hatten dabei die Möglichkeit, mehr über den Ambulanten Demenz- und Besuchsdienst, die Sozialberatung im Westend, die Schülerbetreuung und die Migrationsberatung zu erfahren. Insbesondere Jobsuchende zeigten reges Interesse an den verschiedenen Stellenangeboten und erhielten von den Mitarbeiter*innen detaillierte Informationen zu den jeweiligen Arbeitsgebieten und den beruflichen Möglichkeiten innerhalb des Caritasverbandes.

Besonders gefragt waren Stellen im Migrationsdienst sowie die Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen. Auch die Möglichkeit, sich als Übungsleiter*in für den Ambulanten Demenz- und Besuchsdienst zu engagieren, stieß auf großes Interesse.

Der Neubürgerempfang erwies sich somit nicht nur als Gelegenheit für Neuankömmlinge, sich mit dem vielfältigen Vereinsleben in Wetzlar vertraut zu machen, sondern auch als Plattform für potenzielle Mitarbeiter*innen, um sich über mögliche berufliche Perspektiven im sozialen Bereich zu informieren.

Foto (vlnr): Elvira Schmidt, Viola Metz, Sabine Grollmann-Serve

 

 

Neujahrsempfang des Caritasverbandes zum Jahresauftakt

Anstelle einer Weihnachtsfeier im arbeitsreichen Dezember lud der Verband zu Jahresbeginn zum gemeinsamen Beisammensein in die Charlotte-Bamberg-Straße.

Eine Gruppe von Menschen, die abends vor einem Gebäude unter illuminierten Pavillons feiern.

Im Mittelpunkt des Abends stand der Dank: Für das große Engagement der Mitarbeitenden, für ein erfolgreich abgeschlossenes Jahr und für den vollendeten Wechsel in die Geschäftsstelle an der Spilburg. Den Auftakt bildeten traditionell der Gottesdienst im Dom mit den Ehrungen langjähriger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Anschließend folgte ein geselliges Beisammensein, bei dem sich die Kolleginnen und Kollegen in entspannter Atmosphäre austauschen konnten. Neben einem leckeren winterlichen Buffet sorgten anregende Gespräche und ein herzliches Miteinander für eine gelungene Feier.

Eine feiernde Gruppe von Menschen in einem Foyer. Im Hintergrund ist ein Treppenaufgang, links und rechts stehen an einer Wand Buffets.

Ein besonderer Höhepunkt war die Segnung der Geschäftsstelle durch Pfarrer Christian Fahl, die interessierte Kolleginnen und Kollegen zuvor bei einem Rundgang erkunden konnten. Neben den offiziellen Programmpunkten bot der Empfang viel Raum für Begegnung: Mitarbeitende aus verschiedenen Bereichen kamen abseits von Meetings und Arbeitsprojekten ins Gespräch, tauschten sich aus und knüpften neue interessante Kontakte - zum Beispiel zum Standortnachbarn Bundeswehr.

 

Caritas Kampagne 2024

Start der Caritas-Kampagne 2024: "Frieden beginnt bei mir"

"Frieden fällt nicht vom Himmel. In unfriedlichen Zeiten sind wir gefordert Frieden zu stiften."

"Frieden ist nichts, was ein für alle Mal da ist. Er muss immer wieder neu erworben und abgesichert werden", erklärte Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa heute beim Auftakt der Caritas-Jahreskampagne in Leipzig. "Frieden beginnt bei mir" lautet deren Titel und ist verknüpft mit der Zusage: "Auch in unfriedlichen Zeiten ist es möglich und dringlich nötig, zum Frieden anzustiften."

Was jeder und jede dazu beitragen kann und was es für Versöhnung braucht, will die Caritas mit ihrer Kampagne zeigen. Dazu stellt sie soziale Projekte und Angebote in den Mittelpunkt, die einen Beitrag zum Frieden leisten. Denn: "Frieden braucht mehr und ist mehr als die Abwesenheit von Krieg und Gewalt", so Welskop-Deffaa. Verantwortung für Frieden beginne bei mir und dir, sie nehme ihren Anfang täglich neu im Hier und Heute, so die Caritas-Präsidentin: "Friedensstifterin ist die Caritas da, wo sie in Familienberatungsstellen, Aufnahmeeinrichtungen für Geflüchtete oder Bahnhofsmissionen Konfliktpotentiale abbaut. Aber auch in unserer politischen Arbeit geht es darum, Brücken zu bauen, Kompromisse zu ermöglichen und Brandstiftern das Handwerk zu legen."

Viele Menschen in den bundesweit 25.000 Einrichtungen der Caritas setzen sich für ein friedliches Miteinander ein. So zum Beispiel bei Programmen für geflüchtete Menschen, die oft von ehrenamtlich Engagierten getragen werden. Frieden stiften kann auch die gute Betreuung am Anfang und am Ende des Lebens sein, die Entlastung von überforderten pflegenden Angehörigen oder der politische Einsatz für eine verlässliche Finanzierung des Sozialen.

Mehr Infos zur Caritas-Jahreskampagne "Frieden beginnt bei mir" gibt es unter: www.caritas.de/frieden.

 

  • Kontakt
Carola Kaspari-Husar
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
06441 9026116
06441 9026116
carola.kaspari-husar@(BITTE ENTFERNEN)caritas-wetzlar-lde.de
Caritasverband Wetzlar / Lahn-Dill-Eder e.V.
Charlotte-Bamberg-Str. 4
35578 Wetzlar
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