Quartiersmanagement Dalheim & Altenberger Straße - weiter bis 2030
2025 endete die offizielle Förderperiode doch die Stadt Wetzlar hat entschieden: Das Erreichte soll nicht nur erhalten, sondern weitergeführt werden. Die Stadtverordneten haben dazu ein Verstetigungskonzept beschlossen, im Zuge dessen der Vertrag zum Quartiersmanagement zwischen der Stadt Wetzlar und dem Caritasverband Wetzlar / Lahn-Dill-Eder bis Ende 2030 verlängert wurde.
Das Fördervolumen für den gesamten Vertragszeitraum umfasst rund 500.000 Euro. Die Mittel fließen in Personal, Räume und Sachmittel und damit in konkrete Arbeit für die Menschen im Quartier.
Nah am Menschen
Herzstück des Quartiersmanagements ist die Arbeit vor Ort: Im Kinder- und Familienzentrum (KiFaz) am Berliner Ring begleitet dazu Martina Reuter-Becker die Menschen in Dalheim seit Beginn des Programms als Anlaufstelle, Organisatorin und Brücke zur Stadtverwaltung. Oberbürgermeister Manfred Wagner und Anna Kaczmarek-Kolb, Leiterin der Stabsstelle Vielfalt und sozialer Zusammenhalt bei der Stadt, betonten, sie gebe dem Quartier ganz maßgeblich ein Gesicht.
Nach Ende der Förderperiode sei es der Stadt wichtig, das gemeinsam Geschaffene fortzusetzen, so Wagner. Denn das Thema sozialer Zusammenhalt sei untrennbar mit dem Quartiersmanagement verbunden. Für Kontinuität im Quartier zu sorgen, sei daher erklärtes Ziel der sozialen Stadtentwicklung.
Für Kevin Georg, Bereichsleitung Soziales beim Caritasverband Wetzlar / Lahn-Dill-Eder, ist die Vertragsverlängerung ein Beleg für eine gewachsene und gut funktionierende Partnerschaft mit der Stadt - getragen von einem dichten Netz an Angeboten wie den Frühen Hilfen, dem Familienzentrum und dem ehemaligen Mehrgenerationenhaus.
Nachhaltige soziale Stadtentwicklung braucht langen Atem
Langfristige Präsenz im Stadtteil schafft etwas, das sich nicht verordnen lässt: echtes Vertrauen. Quartiersmanagerin Martina Reuter-Becker weiß das aus jahrelanger Erfahrung und schätzt am Projekt zusätzlich, dass die gute Infrastruktur vor Ort es ihr ermöglicht, neue Projektideen unkompliziert in die Tat umzusetzen. "In der Sozialarbeit sind wir gewohnt, aus nichts irgendwas zu machen. Und das ist hier Gott sei Dank völlig anders."