Soziale Stadt

Quartiersmanagement Dalheim

 Ziele:

  • Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung und der sozialen Infrastruktur
  • Maßnahmen zur städtebaulichen Entwicklung vorantreiben

  • Erhöhung der Identität mit dem Stadtteil

Quartiersmanagement:

 

  • Eine breite Beteiligung der Bevölkerung des Stadtteils trägt maßgeblich zum Gelingen des Projektes bei. Um Beteiligung zu ermöglichen gibt es das Quartiersmanagement vor Ort. Die Bürger erhalten im Büro der Quartiersmanagerin Informationen zum Projekt und können eigene Projektideen und individuelle Anregungen einbringen.

Erstellen eines Rahmenplans:

  • Analyse der Stärken und Schwächen des Quartiers
  • Erstellen eines Leitbildes, Handlungsempfehlungen und Zielsetzungen, Beteiligungsworkshops für die Bewohner
  • Der Rahmenplan muss von politischen Gremien verabschiedet werden wird. Die Umsetzung des Rahmenplanes wird die Projektlaufzeit begleiten. 

Stadtteilbeirat:

Am Ende des ersten Jahres wird ein Stadtteilbeirat gewählt. Ihm gehören neben dem Oberbürgermeister auch Vertreter von Schulen, Kindergärten, Vereinen sowie Bewohner an. 

Kooperationspartner:

Stadt Wetzlar: Koordinationsbüro für Jugend und Soziales 
Nassauische Heimstätte Projektstadt 

 

Beschreibung des Stadtteils

Ausgangslage Dalheim

Ausgangslage

Das Stadtbezirksprofil Wetzlar-Dalheim weist einige Auffälligkeiten auf. So sind die Anteile Alleinerziehende(r) mit Kind(ern) unter 18 Jahren sowie der Anteil von Menschen ab 60 Jahre erhöht (im Vergleich zum Wetzlarer Durchschnitt). Des Weiteren ist der Anteil von Leistungsbeziehen ebenfalls leicht erhöht. Problematisch ist, dass viele Kinder und Jugendliche in Wetzlar-Dalheim unter ungünstigen Sozialisationsbedingungen aufwachsen - insbesondere, da viele Familien häufig nur aus einem Elternteil bestehen. Insofern ist zudem anzunehmen, dass in diesen Ein-Eltern-Familien auch geringere finanzielle Ressourcen zur Verfügung stehen, welche sich möglicherweise auf die Entwicklungschancen der Kinder auswirken könnten.

Handlungsfelder

  • Schnittstellen für ein Miteinander der verschiedenen Bevölkerungsgruppen schaffen
  • Soziale Erosion stoppen
  • Selbsthilfekräfte stärken und auf breite Beteiligung setzen
  • Verbesserung der Wohnverhältnisse und des Wohnumfeldes mit Blick auf die demografische Entwicklung und allgemeine soziale Problemlagen
  • Sinnvolle Folgenutzung von ehemaligen Gewerbeflächen
  • Ausbau der sozialen Infrastruktur (Kinder- und Familienzentrum mit Räumen zur öffentlichen Nutzung)
  • Schaffung attraktiver Spiel- und Freizeitflächen

Kurzdarstellung

Als Keimzelle des heutigen Stadtbezirks Dalheim wurde von den Werken Buderus und Röchling-Buderus nach dem 1. Weltkrieg die sogenannte Altenberger Kolonie errichtet, die an die in diesen Werken beschäftigten Mitarbeiter vermietet wurden. Die Firmen Buderus, Leitz und die Stadt ergänzten in den 50er Jahren das Baugebiet um die Bredow-Siedlung mit Mehrfamilienhäusern im Sozialwohnungsbau und mit Kindergarten, Spiel- und Sportplatz, die Eichendorff-Schule und um die Österreicher-Siedlung. In den 60er Jahren entstand auf einem Entwurf der Professoren March und Maurer basierend, das große Neubaugebiet Dalheim. Es entstand dem Zeitgeist entsprechend ein Stadtquartier mit überwiegender Wohnnutzung im Geschosswohnungsbau, Reihen- und Einfamilienhausbebauung, gruppiert um ein Stadtzentrum mit Einkaufsmöglichkeiten. Die Auswahl des Stadtbezirks erfolgte auf Basis quantifizierter Daten aus dem Sozialstrukturatlas und qualitativen Erkenntnissen von Schlüsselpersonen. Der Bezirk ist im Sozialstrukturatlas der Stadt Wetzlar 2013 ausgewiesen als ein Quartier mit einem hohen Anteil an ungünstigen Lebenslagen und der Häufung an Auffälligkeiten sowie einem hohen Bedarf an städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen. Der Stadtbezirk steht heute vor den Herausforderungen, die mit der Integration von zugewanderten Menschen und der demografischen Entwicklung einer älter werdenden Gesellschaft einhergehen.